Es fügt sich weiter zusammen.
Ein schmaler Bergpfad, links von mir eine Felswand und zu meiner Rechten droht ein felsiger Abgrund. Ich bin müde, meine Schritte werden unkonzentrierter und jeder kleine Stolpern erfordert mehr Kraft es aufzufangen, doch ich schaffe es weiter hinauf zu kommen. Der Pass ist nicht mehr allzu weit entfernt. Zwei Stunden unter normalen Umständen, doch in dieser Verfassung Rechne ich mit Vier. Ich schaue nochmal zurück sehe ein grünes Land mit vielen Hügeln, Seen und Flüsse. In weiter Ferne sehe ich jenen See, an dessem Ufer ich die Koordinaten bekommen habe, die ich brauchte. Doch ich darf nicht lange verweilen, ich muss weiter, den mein Ziel schwindet. Den die Koodinaten die ich an jenem Tage erfuhr, sind die der wandelnden Stadt. Fünf Tage hätte ich Zeit, fünf Tage bis die Stadt und all seine Bewohner zu Staub zerfällt und von Winde hinfort getragen wird um an einem fernen Ort wieder zu erscheinen. Ich quäle mich weiter hinauf ich will den Pass erreichen bevor die Nacht hinein bricht. Wenn ich heute Nacht mein Lager aufschlage, möchte ich mir sicher sein, dass ich am nächsten Tag den Abstieg in die Stadt machen kann. Einen Tag habe ich Zeit um die Person zu finden die ich suche. Doch was mache ich wenn ich sie gefunden habe? Nach all der Zeit die ich bereits unterwegs war nur mit diesem Ziel vor Augen, musste ich mir eingestehen, dass ich nicht weiss was ich dann tun muss. Mit diesem Gedanken schleppe ich mich weiter hinauf. Es ist bereits schon dunkel als ich den Pass erreiche. Ich schaue hinunter in das Tal und sehe die Lichter einen kleinen Stadt. Obwohl die Lichter einer Stadt normalerweise jedem Wanderer eine Gefühl des Heimkommens und Schutzes vermittelt ist das bei dieser Stadt gewiss nicht der Fall. Die wandelnde Stadt strahlt etwas Bösartiges aus. Etwas das die meisten Leute wieder umkehren lässt selbst wenn sie sich der Stadt nur aus weiter Ferne nähern. Selbst jene Leute die dringende geschäftliche oder persönliche Gründe haben um die Stadt aufzusuchen, treten oft den Heimweg an, wenn sie die alten schiefen Häuser mit dem Tor davor sehen. Als ich am nächsten Morgen aufwachte und ins Tal hinunter schaute, fühlte ich mich als wären tausende Augen auf mich gerichtet. Ich spürte die Hoffnung, die die Leute auf mich gesetzt hatte, ich wusste, dass ich heute vieles ändern konnte, dass ich die Dinge in die richtige Bahn legen konnte. Was ich nicht wusste war das ich an jenem Tag die Hoffnungen aller Leute zerstören werde, dass ich derjenige sein werde, der alles noch schlimmer macht. Dass ich an dem was kommen wird Schuld sein werde.
Tuesday, July 29, 2008
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